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Es gibt ja viele Pubs, Beisl und Bars in Wien, aber es gibt keines
wie das Känguruh. Keine Panik, es hat nichts mit Australien zu tun.
Das Känguruh - Pub in der Bürgerspitalgasse 20 im
sechsten Bezirk ist ein besonderes seiner Art. Von seiner
Stammkundschaft wird es vor allem aufgrund der unglaublich
großen Auswahl verschiedenster Export-Biere geliebt. Für
Aficionados des Gerstensaftes ein wahres Bieradies.
Geht man die Bürgerspitalgasse ein paar Meter entlang,
sieht man es eigentlich schon vom Weiten, das Känguruh, ist es doch
relativ auffallend zwischen den Häuserschluchten des 6ten
Bezirkes eingezwängt. Das äußere Erscheinungsbild weiß
bereits zu beeindrucken: man hat sich hier scheinbar am
englischen Vorbild gehalten. Was draußen beginnt, wird im
Inneren konsequent weitergeführt.
Das Interieur steht dem ersten Eindruck in nichts nach, alles sehr
rustikal, aber mit sehr viel Stil und Liebe zum Detail versehen.
Man fühlt sich irgendwie plötzlich in ein Liverpooler
Arbeiterviertel versetzt. Obwohl es in dem Sinne nicht darauf aus
ist, sich als englisches Pub zu geben, fühlt es sich dennoch so an.
Nicht wie in anderen Pubs, wo einem der irische/englische
Ductus praktisch aufgezwängt wird, kommt dieses Flair
unaufdringlich daher. Das Licht ist gedimmt, wird nur verstärkt
mit ein paar Kerzen, die auf den Tischen stehen. Das erzeugt
eine wohlig angenehme, beruhigende Stimmung, die Musik ist
dabei leise im Hintergrund.
Beer you, beer me
Hat man es sich erst einmal im Pub gemütlich gemacht und die
Karte in der Hand, steht man vor der fast unmöglichen Aufgabe
sich für eines der unzähligen Exportbiere zu entscheiden.
Wer kann schon zwischen Floris Chocolate ( mit Schokoloade )
Lindemanns Classic ( mi Johannisbeeren ) oder Mongozo
Coconut (mit Kokosnuss) entscheiden? Es grenzt ja fast an eine
Gemeinheit, wird man doch irgendwie genötigt gleich das
nächste Exoticum auszuprobieren. Natürlich gibt’s aber auch
weniger exotische aber gleichsam schmackhafte Biere aus dem
Ausland, wie das klassische Guinness.
Deshalb bleibt es auch meistens nicht beim einmaligen Besuch,
will man sich doch einmal quer durch die Karte trinken. Natürlich
gibt es neben den Exportbieren aus Belgien, Holland und
Deutschland auch österreichische Bierspezialitäten. Vom
traditionellen Storchenbräu Weizen bis hin zum Hop Devil ist die
Bandbreite auch hier eine große. Wer kein Bierfan ist, für den b
ietet das Känguruh-Pub natürlich auch das typische Angebot
vom grünen Veltliner bis zur Melange. Preislich bewegt sich das
Ganze wie man aus anderen Pubs kennt: die Biere kosten großteils um die 3.80,- Euro.
Die Speisekarte ist genretypisch eher spartanisch besetzt aber
durchaus schmackhaft. Vom Speckbrot über Paninis und
Baguettes bis hin zum typischen Barfood à la Erdüssen ist auch
für andere Leckereien gesorgt. Auch Fußballfans kommen auf
ihre Kosten. Bei Spielen wird ganz einfach die Leinwand
ausgerollt und einem netten Fußballabend mit Freunden und
(ausgezeichnetem) Bier steht nichts mehr im Wege.
Stadtbekannt meint:
Das familiäre Ambiente, die urige, fast englische Atmosphäre,
das unglaubliche Angebot an Bieren und natürlich nicht zu
vergessen, die äußerst charmanten Betreiber des Känguruhs,
laden dazu ein länger zu bleiben. Wer es etwas gemütlicher
mag, seinen Tag ausklingen lassen möchte und ein Freund des
kühlen Blonden (in dem Fall auch brünetten, schwarzen, orangen ect.)
ist, wird mit dem Känguruh seine Freude haben. Prost!
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